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Walter Schmiele: Henry Miller in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten.

Originaltitel, 1961
4 Sterne

Der Name Henry Miller (1891 – 1980) ist vielen bekannt. Seine Werke erregten großes Aufsehen, vor allem die früheren, teilweise pornographischen Werke. Ich persönlich mag Henry Miller. Deshalb musste ich auch diese kleine rororo Monographie kaufen.

Der Aufbau ähnelt anderen Monographien aus dem Rowohlt Verlag. Es gibt viele Fotos von Miller, seinen Eltern und auch von einigen seiner Frauen (er hatte fünf – nacheinander). Gerade die ersten Kapitel über seine Kindheit in Brooklyn, sein Verhältniss zu seinen Eltern und sein Leben in Paris fand ich sehr interessant. Vor allem über die Schwierigkeiten mit seiner Mutter, die keinen „tintenklecksenden Herumtreiber“ zum Sohn haben wollte („Ich möchte ihn lieber als Erdarbeiter sehen, wie er Gräben aushebt.“).
Bis er endlich Erfolg als Schriftsteller hatte, dauerte es lange, er schlug sich mit unzähligen Gelegenheitsjobs (u.a. Hotelpage, Plakatanschläger, Turnlehrer, Milchkutscher, Totengräber) durch, wohnte bei Freunden.
Erst 1944 hat er auch finanziellen Erfolg.
Die letzten drei Kapitel fand ich etwas langweiliger geschrieben. Ich bin mir nicht ganz sicher, vielleicht liegt es daran, das sie erst später hinzugefügt wurden? Die Erstausgabe dieses Buch erschien 1961, und die besagten Kapitel schildern spätere Ereignisse. Leider gibt es im Buch selber dazu keine Anmerkung.

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