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Herrad Schenk: Am Ende

Originaltitel, 2006
5 Sterne

Elli und Paul sind beide schon über 80. Paul, der früher ein brillanter, sehr belesener Journalist war, kann sich seid einem Schlaganfall kaum noch äußern. Elli dagegen ist zwar noch gut zu Fuß, aber auch sie wird langsam immer verwirrter.
Noch leben die beiden alleine, in einer kleinen Wohnung. Elli lebt nur noch für ihre Pflanzen, mit denen sie die ganze Wohnung zustellt. Und sie führt lange Gespräche mit Paul, wobei sie sich die Antworten immer selbst gibt.
Die beiden „Jungs“, die das Mittagessen bringen akzeptiert sie notgedrungen. Auch die Putzfrau, die ab und zu vorbeikommt, kann sie noch so gerade tolerieren. Denn sie hat schreckliche Angst, das sie sonst mit ihrem Mann in ein Heim gesteckt wird. Vor ihrer Tochter dagegen hat sie Angst. Ihre Besuche empfindet sie als Kontrolle. Und die Tochter findet auch stets etwas auszusetzen. In ihren Augen verdreckt deren Wohnung so langsam.
Die Geschichte wird völlig aus der Sicht von Elli erzählt. Zwischendurch scheift sie mit ihren Gedanken immer wieder in die Vergangenheit zurück, man erfährt tragische, aber auch schöne Ereignisse aus ihrem Leben.

Im Laufe der Geschichte wird Elli immer verwirrter, sie leidet unter Wahnvorstellungen. Leider konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, warum das anscheinend sonst niemand bemerkt – aber gut, es ist ja auch niemand ständig bei den beiden.
Ein wirklich tolles Buch, das mich ziemlich nachdenklich gestimmt hat.

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