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Arno Surminski: Die Kinder von Moorhusen

Originaltitel, 2001
5 Sterne

Die elfjährige Anna lebt zusammen mit ihrer Mutter, der Magd Tina und dem Knecht Fritz auf den Moorhof in Moorhus, einem kleinen Dorf, irgendwo in Norddeutschland. An ihren Vater kann sich Anna nicht mehr richtig erinnern, er ist schon seid Jahren im Krieg.
Es ist 1945, kurz vor Kriegsende. Eines Morgens kommen Fremde ins Dorf. Unmengen an Kutschen rollen durch das Dorf, hoch beladen. Seltsam gekleidete Menschen, ebenfalls schwer bepackt laufen nebenher.
Das sind Flüchtlinge aus dem Osten erfährt Anna von ihrer Mutter. Überall werden Flüchtlinge einquartiert, auch auf dem Moorhof. Anna muss ihr Zimmer an einen gleichaltrigen Jungen, Ingo und dessen Mutter abgeben.
Obwohl Anna zuerst nicht begeistert ist, dauert es nicht lange und die beiden Freunden sich an. Durch Ingo erfährt sie, wie es ist, wenn das eigene Haus abbrennt und was ein Flüchtlingslager ist.
Die Geschichte wird ganz aus Sicht der Kinder geschrieben, in sehr einfachen Worten. Die Kapitel sind mit drei, vier Seiten eher kurz und zumindest in meiner gebundenen Version gibt es mehrere Zeichnungen.
Viele Kapitel drehen sich um Lebensmittel und wie mühselig es ist, sie sich zu besorgen. Das System der Lebensmittelmarken wird erklärt, wie wichtig das sammeln von Beeren und Pilzen ist. Jeden Tag sammelt Ingos Mutter verschiedene Kräuter und kocht daraus Suppe – Suppe, die so wässrig ist, das Ingo trotzdem immer Hunger hat.
Ein zweites Thema, das immer wieder auftaucht, sind die abwesenden Väter. Wann die wohl wiederkommen?
Aber auch von ganz anderen Dingen wird erzählt, der Ankunft der Störche, vom Schulunterricht, einem Reitausflug.
In der Buchhandlung, in der ich das Buch gekauft habe, war das Buch bei der allgemeinen Belletristik einsortiert. Ich finde aber, das es sich hier auf jeden Fall um eine Kinderbuch handelt, das durchaus bereits für 8jährige geeignet ist. Aber auch für ältere Jugendliche oder Erwachsene ist das Buch geeignet.

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