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Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst

Originaltitel, 1993
4 Sterne

Der Erzähler fährt nach Hamburg und sucht dort nach Lena Brückner. Die war Besitzerin einer Imbissbude und verkaufte dort ihre Currywurst. Er findet die alte Frau in einem Altenheim, mittlerweile erblindet. Eigentlich möchte er von ihr nur wissen, wie sie die Currywurst erfunden hat. Aber Lena Brückner erzählt ihm mehr als das – sie berichtet von einer Liebesgeschichte in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges.
Zu dem Zeitpunkt ist Lena Brückner knapp über 40 Jahre alt. Sie hat zwei erwachsene Kinder,ihr Mann hat sie schon vor längerer Zeit verlassen.
Bei einem Kinobesuch lernt sie den jungen Bootsmann Bremer kennen. Wegen eines Bombenalarms suchen die beiden zusammen Schutz in einem Luftschutzkeller. Anschließend nimmt sie ihn mit nach Hause. Bremer hat bisher mit viel Glück den Krieg überlebt. Aber er hat das Gefühl, das er zum Schluß doch noch verheitzt werden soll. Er desertiert, bleibt bei Lena. Jetzt wird er zu einem Gefangenen in ihrer Wohnung – und Lena, die ihn nicht verlieren will, verschweigt ihm, das der Krieg zu Ende ist.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Man braucht schon eine gewisse Konzentration, denn die Geschichte ist sehr verschachtelt erzählt. Während Lena ihre Geschichte erzählt, springt die Handlung immer wieder in die Gegenwart zurück. Gleichzeitig erfährt man aber auch einiges über das Leben der letzten Kriegstage und den Anfang der Besatzungszeit. Die Entdeckung der Currywurst ist dabei eigentlich eine Nebensache.

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