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Mark Childress: Abgebrannt in Mississippi

  • Originaltitel: One Mississippi, 2007
  • 4 Sterne

Der junge Daniel Musgrave muss sich wieder mal an eine neue Stadt, eine neue Schule gewöhnen. Wieder mal ist sein Vater versetzt worden und die ganze Familie zieht diesmal von Indiana nach Mississippi um. Es ist das Jahr 1973 und am ersten Schultag von Daniel ist die Rassentrennung offiziell aufgehoben worden. Daniel hatte bisher nie viel Kontakt mit schwarzen Kindern, die gab es Indiana einfach nicht. Aber hier in Mississippi gibt es sie. Bald bemerkt er, das seine neuen Freunde mit ihren farbigen Mitschülern nicht zurecht kommen, obwohl es niemand offen zugibt.
Doch zum Glück ist Daniel nicht allein. Tim, ebenfalls ein Außenseiter wird sein neuer bester Freund und die beiden werden unzertrennlich.
Durch ein tragisches Ereignis kommt Daniel der wunderschönen, aber farbigen Arnita näher und verliebt sich schließlich in sie. Sein neuer bester Freund Tim hat damit aber große Probleme.

Abgebrannt in Mississippi ist das zweite Buch von Mark Childress das ich gelesen habe. Verrückt in Alabama hat mich begeistert und von daher waren meine Erwartungen sehr hoch, vielleicht etwas zu hoch.

Erzählt wird das Buch in Ich-Form aus de Sicht von Daniel. Nach dem Klappentext zu urteilen hatte ich mich mehr auf Rassenprobleme eingestellt, aber die spielen nicht die große Rolle, die ich erwartet hatte, auch wenn sie durchaus vorhanden sind. Stattdessen geht es um einen Jungen, der irgendwie versucht, erwachsen zu werden. Er macht Fehler, aber er hat seinen besten Freund und ein schönes Mädchen, das ihn liebt. Die Figur seiner Freundin hat mir allerdings nicht gefallen. Ich fand es sehr seltsam, sie nach ihren Unfall plötzlich beschließt, keine Farbige mehr zu sein, sondern eine Weiße zu sein. Kein Wunder, das alle sie für verrückt halten. Wahrscheinlich ist sie das auch.
Was dem Autor aber großartig gelungen ist, die Atmossphäre in den Südstaaten einzufangen. Man hat schon fast selber das Gefühl, die Hitze zu spüren, die Blicke der Mitmenschen, weil man sich nur anders kleidet, anders spricht.
Das Ende fand ich sehr gut – und sehr überraschend. Damit hätte ich einfach nicht gerechnet.

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