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Lauren Grodstein: Die Freundin meines Sohnes

  • Originaltitel: A Friend of the Family, 2009
  • 2 Sterne

Pete Dizinoff ist scheinbar glücklich. Als Arzt ist er erfolgreich und auch wenn es in den langen Jahre seiner Ehe das eine oder andere Problem gab, ist er doch auch mit seiner Frau glücklich. Zwar macht Alec, ihr einziges Kind eine schwere Phase durch, aber irgendwann wird sich auch geben – oder? Doch dann interessiert er sich für Laura. Laura, die 10 Jahre älter ist als Alec. Laura, die älteste Tochter seines besten Freundes. Laura, die ihr Neugeborenes vor Jahren angeblich umgebracht haben soll…

Davon, das Pete selber ein Auge auf Laura geworfen hat, wie es der Klappentext behauptet, kann nun wirklich keine Rede sein. Aber er lässt es manchmal so aussehen.
Das Buch beginnt mit dem Ende der Ehe, der Karriere als Arzt. Denn die privaten Probleme reichen nicht aus, auch als Mediziner ist ihm ein großer Fehler unterlaufen, der den Tod einer jungen Frau zur Folge hatte.
Rückblickend erzählt Pete dann davon, wie es soweit kommen konnte. Allerdings nicht gradlinig, er springt hin und her und macht es einen damit recht schwer, ihm zu folgen.
Wirklich nachvollziehbar fand ich die Reaktionen und seine Handlungen auch nicht. Mit war das ganze einfach zu extrem. Denn schließlich ist Alec mit 21 kein kleiner Junge mehr. Und ein Unschuldslamm ist er in meinen Augen auch nicht. Laura konnte ich auch nicht ganz begreifen.
Und auch Elaine, Pete’s Frau, war mir nicht eindeutig genug dargestellt. Sie scheint immer einer Meinung mit ihren Mann zu sein. Aber das ist wohl eher eine Gewohnheit von ihr, ihre eigenen Meinung ihren Mann gegenüber nicht zu vertreten.

Am ehesten konnte ich noch nachvollziehen, wie es zu dem Tod der Patientin gekommen ist – vermutlich aber nur, weil ich selber einige Zeit in der Endokrinologie gearbeitet habe.

Das Ende bleibt recht offen und lässt den Leser damit nach diesem verwirrenden Buch noch unbefriedigter zurück. Schade.

Fazit: Wirr und zäh geschrieben – ich würde es nicht weiterempfehlen.

2 Comments

  1. Ich hatte eigentlich vor bei vorablesen einen Eindruck zu diesem Buch zu hinterlassen, weil ich das Thema recht interessant fand. Aber gut, dass ich es doch nicht getan habe ;)Du hast in der Endokrinologie gearbeitet? Wow, da bist Du sicherlich Schilddrüsen-Experte! ;) Nervt mich schon ewig, dieses Mistding! *lol*

  2. Also, falls du nach Intersse an dem Buch hast – ich wills sich es nicht behalten…;)Naja, Schilddrüsen-Experte ist übertrieben – 75% der Patienten waren Diabetiker. Darüber könnte ich Vorträge halten.Die Erkrankung, in der es in dem Buch geht, habe ich selber auch nur zwei- oder dreimal erlebt. Und mit Schilddrüse hat die auch nichts zu tun.

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