comment 0

Haruki Murakami: Schlaf

  • Originaltitel: Nemuri, 1990
  • Bewertung: 4 von 5 Sternen

„Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.“

So lautet der erste Satz dieser kleinen, feinen Erzählung. Es ist eine Frau, die da plötzlich nicht mehr schlafen kann. Eines Nachts hat sie einen Alptraum – oder war es kein Traum, sondern eine Vision?
Sie kann nicht mehr schlafen, sondern ist hellwach. Und bleibt es. Langsam beginnt sie ein geheimes Doppelleben zu führen. Sie liest nächtelang, fährt mit dem Auto herum. Ihr Mann und ihr Sohn schlafen fest und bekommen davon nichts mit.
Die Geschichte ist recht kurz – 80 Seiten, wovon auch noch 20 auf ganzseitige Zeichnungen entfallen. Wie in vielen Büchern von Murakami verschwimmen hier Traum und Realität, die Erlebnisse der Frau, die Frau selber werden immer surrealistischer. Und eigentlich kann ich gar nicht genau sagen, was mir an dieser Geschichte gefallen hat, aber sie war schön.

Erschienen ist die Geschichte diesmal in einer Extra Ausgabe, mit vielen Zeichnungen von Kat Menschik. Die Zeichnungen sind wie das Buch selber in dunkelblau und silber gehalten und passen perfekt zum Buch.

Neben dieser Ausgabe ist die Geschichte auch in dem Kurzgeschichtenband Der Elefant verschwindet enthalten- da gibt es dann keine Zeichnungen, aber noch weitere tolle Geschichte von Murakami, die alle irgendwie magisch sind.