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[Rezension] Anne Brooke: The Bones of Summer

  • Originalausgabe, 2009
  • Deutsche Übersetzung: nicht vorhanden
  • Bewertung: 2 von 5 Sternen

The Bones of Summer ist ein Gayromantic Suspense. So wurde das Buch zumindest auf der Verlagsseite von Dreamspinner Press beschrieben. Und da ich immer noch auf der Suche nach ähnlich guten Bücher wie Zero at the Bone und Shades of Gray bin, habe ich schließlich zugeschlagen.
Im Gegensatz zu vielen anderen englischsprachigen Gayromance ist das Setting diesmal in Großbritannien, genauer gesagt, in London und Devon.

Craig ist Anfang 20, Modell und Gelegenheitsschauspieler. Mit 17 hat er sein Elternhaus in Devon verlassen und ist nach London gegangen. Im Laufe des Buches erfährt man auch die Gründe – sein Vater ist ein religiöser Fanatiker, der seinen Sohn mehr als einmal die Sündhaftigkeit rausprügeln wollte.

Die zweite Figur in dem Roman ist Paul. Der ist Anfang 30 und arbeitet als Privatdedektiv. Die beiden hatten schon einen One Night Stand, aber die eigentliche Beziehung beginnt erst einige Wochen später.
Direkt am Anfang des Romans erfährt Craig, das sein Vater seit längerer Zeit verschwunden ist. Eigentlich will er nichts mehr mit ihm zu tun haben, doch schließlich fährt Craig nach Devon. Und Paul begleitet ihn.
Und dann erfährt Craig, das nicht nur sein Vater verschwunden ist, sondern auch Michael, seine erste Liebe. Was ist damals passiert, in den Tagen, bevor Craig nach London ging? Craig kann sich nur bruchstückhaft an die Geschehnisse erinnern…

Tja, klang ganz interessant. Leider passt beides nicht zusammen. Die Krimihandlung ist einfach nur langweilig. Sämtliche Ereignisse sind vorhersehbar. Bereits nach wenigen Seiten weiß man, was mit Michael passiert ist und welche Rolle Craigs Vater dabei spielt. Dazu dauert es auch ewig, bis irgendwas in Gang kommt. Stattdessen darf man von den Gesprächen von Craig und seinen Mitbewohnerinnen lesen oder wie so ein Modelljob abläuft.

Geschrieben ist das Buch in Ich-Form aus der Sicht von Craig. In dem Fall ist das leider nicht besonders geschickt, denn Paul verkommt fast zu einer Nebenfigur. Dadurch, das die Beziehung der beiden Männer noch ganz am Anfang steht, vergehen oft mehrere Tage, bis Craig Paul wieder sieht. Deshalb ist Paul für den Leser nicht präsent genug. Seine Handlungen sind leider nicht besonders einleuchtend. Kein Wunder, das auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden eher seltsam ist. Ich konnte einfach kein Prickeln, keine Anziehungskraft zwischen den beiden bemerken. Stattdessen gibt oft Streit und Missverständnisse, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte.
Mir kam es so vor, als wenn die Autorin absichtlich nicht zu romantisch werden wollte, sondern eine „realistische“ Beziehung darstellen wollte. Dafür ist es aber zu langweilig, der Pep fehlte völlig.

Wahrscheinlich gibt es auch deshalb kein richtiges Happy End, sondern ein offenes Ende.

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