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[Rezension] Jill Knowles: Concubine

 

  • Originaltitel, 2010
  • Deutsche Übersetzung: nicht vorhanden
  • Bewertung: 4 von 5 Sternen

Prinz Kael studiert am liebsten die historischen Bücher. Aber als Prinz ist er auch einer der Anführer in der Armee seines Vaters, König Harrimund von Korai.
Doch den Krieg, den König Harrimund angezettelt hat, verliert er. Die Friedensbedingungen mit dem Reich Zandria sind hart. Unter anderem muss der König seinen Sohn abgeben – Prinz Kael muss ab sofort in Zandria dem Warlord Taren, dem Halbbruder von König Grayson von Zandria, dienen und zwar im Bett. Kael ist entsetzt, aber er fügt sich, weil seine Ehre ihm das gebietet.

Das Leben in Zandria ist anders als in Korai. Das Land ist reicher, die Menschen offener. Vor allem sexuell, fast jeder hält sich Konkubinen und Sex bei Hof in aller Öffentlichkeit ist nicht ungewöhnlich. Auch Homosexualität ist nicht ungewöhnlich, wenn auch nicht die Norm.
Für Kael ist das alles am Anfang nur schwer zu ertragen. Bisher hatte er nur Beziehungen zu Frauen und nun einem anderem Mann zu dienen, stellt er sich unglaublich schwer vor. Aber mit zusammengebissenen Zähnen wird das schon gehen.

Nur das Taren etwas ganz anderes vor hat. Er ist kein Mensch. In Zandria gibt es viele Dämonen und viele Mischlinge zwischen Menschen und Dämonen. Taren ist ein Halbdämon.
Taren hat sich vorgenommen, Kael ganz nach seinen Willen zu „erziehen“ und verführt ihn äußerst gekonnt. Für Kael, der eigentlich mit brutalen Vergewaltigungen gerechnet hat, ist das sehr überraschend. Gleichzeitig macht er sich dadurch aber auch selbst das Leben schwer, denn er will zwar sein Schicksal ertragen (die Ehre…), aber auch kein Vergnügen daran finden.

Das Buch enthält einige BDSM Szenen. Eigentlich mag ich es nicht, wenn solche Szenen ohne die Zustimmung des „Opfers“ durchgeführt werden. In dem Buch ist das etwas schwierig, da Kael wegen seiner Ehre zwar zustimmt, aber eigentlich lieber nein sagen würde. Und manchmal sagt er auch nein.
Hier hat es mir aber trotzdem gefallen, denn man merkt sehr schnell, das auch Kael Gefallen darin findet, auch wenn er lange braucht, bis er dazu stehen kann. Doch sein Selbstbewusstsein hat einen ziemlichen Knacks bekommen – er, der vorher frei war, ein Prinz, ein Anführer, muss sich nun auf einmal unterwerfen.

Neben den ganzen Sexszenen, in denen es schon ordentlich zur Sache geht, fehlt aber auch nicht die Liebe für mein romantisches Herzchen. Bei Kael dauert es zwar, aber mit der Zeit merkt man als Leser, das sich da mehr anbahnt. Da das Buch komplett aus der Sicht von Kael erzählt wird, sind Tarens Gefühle lange nicht richtig sichtbar. Man kann es zwar zwischendurch an kleinen Gesten erkennen, was Taren empfindet, aber Sicherheit gibt es nicht. Mir als Leser hat das aber sehr gut gefallen – so blieb es bis zum Schluß spannend.

Dazu gibt es noch eine Nebenhandlung. Den nicht alle Personen am Hofe in Zandria sind von der Ankunft des Prinzen Kael begeistert und so gibt es einige Anschläge auf sein Leben. Der Teil hat mir nicht ganz so gut gefallen. Das war zwar solide geschrieben, aber für mich war es lange nicht klar, was eigentlich die Motive der Täter waren. Außerdem gab es da ab und zu auch ein paar Längen.
Die Fantasywelt dient hier übrigens nur als Aufhänger für das Konkubinensystem – ansonsten könnte das Buch überall auf der Welt spielen.

Der Erotikanteil war für mich perfekt, aber da ich mich bei den Nebenhandlungen doch ab und zu gelangweilt habe, gibt es „nur“ vier Sternchen.

Fazit: Ein toller Gayromance mit interessanten, ausgefeilten Charakteren und heißen Sexszenen. Die kleinen Schwächen verzeihe ich da gerne.

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