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[Rezension] Madeleine Urban, Abigail Roux: Cut & Run

  • Originaltitel, 2008
  • Serie: Cut & Run #1
  • Deutsche Übersetzung: nicht vorhanden
  • Bewertung: 3 von 5 Sternen

Die New Yorker Polizei versucht schon seit längerer Zeit, eine Mordserie aufzuklären. Dann werden auch zwei FBI Agenten ermordet. Daraufhin wird das FBI selbst aktiv und schickt zwei Agenten nach New York:
Ty Grady und Zane Garrett.
Ty ist impulsiv und ungeduldig. Regeln biegt er sich so zurecht, das sie passen – oder auch nicht. Gerade hat er einen lang geplanten Undercover Fall verloren und ist darüber immer noch stinksauer.
Zane ist dagegen der aalglatt. Geschniegelt im Anzug und Krawatte, hält er sich fast sklavisch an die Vorschriften. Kein Wunder, das die beiden sich auf den ersten Blick hassen. Trotzdem versuchen sie die Ermittlungen aufzunehmen.
Auch auf die beiden werden Anschläge verübt und während sie versuchen, den Mörder zu identifizieren, kämpfen sie gleichzeitig mit der Anziehungskraft.

Gekauft habe ich mir da Buch, weil ich schon vor längerer Zeit Caught Running von dem Autorenpaar gelesen habe. Das war zwar ein ganz anderer Plot, aber der Schreibstil der beiden hat mir recht gut gefallen.
Doch dieses Buch konnte mich nicht so richtig überzeugen. Mir war es einfach zu unromantisch.

Ty und Zane sind beide ultraharte Machos. Krankenhausbehandlungen nach einem Anschlag sind was für Weicheier, die beiden verarzten sich lieber gegenseitig. Nach kurzer Zeit schon beschließen sie, das sie auch im Bett gut zusammenpassen. Doch dabei bleiben sie weiterhin verdammt cool und über ihre Gefühle können sie nicht reden.
Das hat mich schon ziemlich gestört. Aber noch schlimmer fand ich, das die beiden auch eine Trennung akzeptieren, einfach so. Nur um sie nicht einzugestehen, das sie sich gegenseitig brauchen könnten. Stattdessen schlafen beide in der Zeit mit anderen Partnern. Und wenn ich einen Liebesroman lese, dann will ich nicht lesen, das sich die beiden gegenseitig betrügen.
Da Cut & Run nur der erste Teil einer Serie ist, gehe ich davon aus, das sich die Beziehung der beiden Männer in den nächsten Büchern ändern wird. Aber mich konnte der erste Band leider nicht so weit überzeugen, das ich mir auch die nächsten Bände kaufen werde.

Außerdem fand ich auch den Krimiteil eher unspannend. Ich fand es einfach zu übertrieben, das ein Serienkiller diese beiden Machos so an die Nase herumführen konnte. Auch die Schilderungen der Querelen zwischen der Polizei und dem FBI sind schon so oft vorgekommen, das es einfach nur noch langweilig ist, davon zu lesen. Manchmal frage ich, ist das eigentlich wirklich so, oder ist das auch nur ein Klischee? Man sollte doch meinen, das beide Behörden auf der gleichen Seite sind.
Die Identität des Killers war für mich auch nicht wirklich überraschend.

Fazit: Zwei Machos suchen einen Serienkiller und kämpfen dabei mit ihrer Anziehungskraft.

 

Cut & Run Serie

  1. Cut & Run
  2. Sticks & Stones
  3. Fish & Chips
  4. Divide & Conquer
  5. Armed & Dangerous

3 Comments

  1. Ja, natürlich entwickelt sich die Beziehung im Laufe der Fortsetzungen, aber die beiden bleiben doch hartgesottene Machos, die sich und ihren Gefühlen auch gerne mal im Weg stehen. Ich als eingefleischte Leserin von blutigen und brutalen Krimis :-) fand gerade dieses Genremix toll, denn „reine Liebesromane“ interessieren mich nicht unbedingt so sehr. Aber ob Du an den weiteren Bänden Deinen Spass hättest, da bin ich mir nicht sicher, wenn Dir schon Band 1 nur mit Einschränkungen gefallen hat.
    Übrigens finde ich die Krimihandlungen bei allen Bänden durchweg nichts Besonderes und eher Kulisse für die manchmal raubeinigen Kabbeleien der beiden Männer. Aber meinen Geschmack hat die ganze Reihe (bzw. alle 7 bisher erschienenen Bände) absolut getroffen.
    LG Gabi

    • Ich habe das Buch inzwischen auf den geistigen muss-ich-nochmal-versuchen-Stapel abgelegt. Irgendwas muss ja an der Reihe sein… und vielleicht werde ich dann völlig überrascht doch sehr begeistert sein. Ich habe noch ein weiteres Buch von dem Autorenduo gelesen, „Caught Running“ und das gefiel mir sogar gut. Allerdings gibt es mir schon zu denken, das ich in dem Fall kaum noch etwas vom Inhalt weiß – bei „Cut & Run“ ist mehr hängengeblieben…

      Ich bin allerdings kein Fan von blutigen Krimis – die dürfen bei mir höchsten schön gemütlich sein. ;)

  2. Cosy crime gibt`s bei mir nur in kleiner Dosierung ab und zu, aber manchmal ist auch das genau richtig für mich.
    Ich bin gespannt, ob bei einem neuen Versuch irgendwann Cut & Run besser abschneidet. :-)

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