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[Rezension] Inka Loreen Minden: Secret Passions

  • Originaltitel, 2011
  • Bewertung: 4 von 5 Sternen

London, im viktorianschen Zeitalter:
Derek Brewster ist Detective bei der Polizei und er hat alle Hände voll zu tun. In der Stadt geht der sogenannte Maskenmörder um, der schon drei reiche, adlige Männer ermordet hat.
Alle drei Männer waren Besucher des Sherman House, das offiziell als exklusiver Herrenclub dient. Inoffiziell dient das Haus jedoch als Treffpunkt für die geheime Schwulenszene.
Dort trifft er auf einen neuen Mann, der offensichtlich noch nie in der Szene unterwegs war und gerade diese Unerfahrenheit reizt Derek.

Simon Grey, Lord Torrington, ist zum ersten Mal zu Besuch im Sherman House. Marcus (so nennt sich Derek im Sherman House) fasziniert ihn sofort, obwohl er auch ängstlich ist. Die beiden verleben einige Stunden miteinander, doch dann trennen sie sich kurze Zeit später.
Doch wenige Stunden später treffen sie sich wieder, diesmal unter ganz anderen Vorzeichen. Denn Simon wird erpresst und Derek wird in seiner Eigenschaft als Polizist zu ihm geschickt. Da die beiden bei ihrem ersten Treffen maskiert waren und falsche Namen benutzt hatten, erkennen sie sich nun nicht. Doch auch diesmal fühlen sie sich voneinander angezogen.

Derek hat einige Zeit als Straßenkind gelebt und sich aus eigener Kraft hochgearbeitet. Doch er hat große Probleme dabei, jemanden zu vertrauen – zu oft wurde er enttäuscht.
Simon ist zwar ein Lord und sogar ein reicher Lord. Aber nachdem sein Vater vor Jahren bei einem Brand ums Leben kam, geht das Gerücht im Ton herum, das der Teufel dabei seine Finger im Spiel hatte und das Simon auch etwas damit etwas zu tun. Außerdem schämt er sich für die Narben, die er dabei erlitten hat.

Die beiden Kriminalfälle sind recht spannend. Wer und warum Simon erpresst wird, war schon recht schnell klar, aber wer sich hinter der Identität des Maskenmörders und vor allem welches Motiv der Mörder verfolgt, war zumindest mir lange unklar.
Doch der Schwerpunkt des Romanes liegt ganz eindeutig auf die Beziehung zwischen den beiden Männern, die natürlich im geheimen ablaufen muss. Gerade Derek hat mir sehr gut gefallen, denn er ist alles andere als perfekt. Doch seine Fehler und Probleme lassen sich allesamt sehr logisch erklären.
Simon wirkte auch mich eher wie ein großer Junge, der mit ungläubigen Augen die Welt ganz neu entdeckt. Und in gewisser Weise tut er das auch, denn auch wenn er sich schon immer zu Männern hingezogen gefühlt hat, hatte er bisher nie den Mut dies auch auszuleben.

Dazu kommt der gewohnt schöne, flüssige Schreibstil – ich bin jetzt schon gespannt auf das nächste Buch der Autorin.

Fazit: Ein historischer Gay Romantic Suspense mit zwei faszinierenden Helden.

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