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[Rezension] M.J. Pearson: The Price of Temptation

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  • Originaltitel, 2005
  • Deutsche Übersetzung: nicht vorhanden
  • Bewertung: 3 von 5 Sternen

Jamie Riley ist nach dem Tod seiner Mutter aus der Provinz nach London gekommen und hofft nun die Stelle als Hauslehrer bei dem Earl St. Joseph anzutreten. Doch leider ist der samt Frau und Kindern bei einem Schiffsunglück gestorben. Nun hat dessen jüngerer Bruder Stephen den Titel geerbt.

Spontan beschließt Lord Stephan den jungen Mann stattdessen als Sekretär einzustellen. Denn Stephan ist ziemlich leichtsinnig. Er spielt, hat seine Finanzen nicht im Griff…
Stephan lebt ziemlich offen schwul – seine Verwandten, sein Personal sind darüber informiert. Und auch James erfährt davon sehr schnell. Doch er glaubt nicht, das ein Mann wie Stephan ihn attraktiv finden würde. Denn James ist nun wirklich kein erfahrener Mann, sondern ein zurückhaltender junger Mann ohne jede Erfahrung. Aber er hat feste Prinzipien. Seine Mutter war die Geliebte eines Lords und er hat nicht die Absicht, auch so zu Enden. Für ihn gibt es nichts schlimmeres, als von jemanden für Sex bezahlt zu werden.
Stephan findet James zwar recht attraktiv, aber er hat schon einen Geliebten, den Schauspieler Julian Jeffries. Und Julian hat sofort das Gefühl, das Jamie seiner Beziehung zu Stephan gefährlich sein könnte.
Außerdem hatte Stephan bisher nie eine Beziehung, die nur auf Zuneigung beruhte – immer hat er mehr oder weniger Geld dafür gegeben.
Meine Erwartungen waren recht hoch, aber so ganz wurden die leider nicht erfüllt.
Das Buch spielt im Regency, aber davon ist nicht viel zu spüren. ich kann mir gut vorstellen, das es einem reichen Adligen nichts sonderlich juckt, wenn sein skandalöses Liebesleben bekannt wird. Aber sogar seine ältliche Tante hat damit überhaupt keine Probleme.
Und auch Jamie ist kein bisschen schockiert. Ich habe wahrlich kein realistisches Buch erwartet, aber das war mir dann doch zu extrem.
Die einzelnen Figuren sind alle ein bisschen arg klischeehaft gestaltet. Der vergnügungssüchtige Lord, das Unschuldslamm, das ihn zu einen besseren Menschen macht, der böse, böse Nebenbuhler, der Kammerdiener, der eher ein Freund ist…

Fazit: Unterhaltsam, manchmal humorvoll, manchmal tragisch. Aber ziemlich dick aufgetragen  – an Discreet young Gentleman kommt das Buch nicht heran.

2 Comments

  1. Offenbar muss man alles Wissen über die Gesellschaft im 19. Jh ausschalten, wenn man dieses Buch liest! ;)Ist das denn eher ein Liebes- oder ein Erotikroman? Oder vielleicht ne Parodie – wie das Cover vermuten lässt?!

  2. Eindeutig Liebesroman. Es gibt nur eine einzige Sexszene – und besonders lang und detailliert ist die nicht.Historisches Wissen belastet in dem Fall nur – lieber gar nicht mehr nachdenken, was frau da eigentlich liest. ;)

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