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[Rezension] Sabine Koch: Wolf inside

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  • Originaltitel, 2010
  • Bewertung: 3 von 5 Sternen

Shane McBride ist ein knallharter Privatdetektiv. Früher war er Polizist, doch seit einigen Jahren arbeitet er privat. Meistens kümmert er sich um Kinder, die von einem Elternteil entführt wurden.

Sein neuer Fall ist etwas anders. Alessandro wird bald 18 Jahre alt und muss unbedingt vorher seine Mutter finden. Die ist seit seiner Geburt vermisst, aber da er an einer seltenen Erbkrankheit leidet und seine Mutter ihm helfen könnte, muss er sie nun dringend finden. Zumal die Krankheit an seinem Geburtstag ausbrechen wird.
Shane findet die ganze Story mit der Krankheit ziemlich unglaubwürdig. Aber das der Junge in Gefahr ist, davon ist er überzeugt. Deshalb nimmt er den Jungen bei sich auf.
Begleitet wird Alessandro von Vulto, einem echten Wolf, der in gewisser Hinsicht fast menschlich wirkt. Aber das ist ja nur Quatsch, wie Shane sich sagt.

In seinem Stammlokal trifft Shane auf einen atemberaubenden Mann – aber der ist nichts für ihn. Zwei Alphamännchen passen einfach nicht zusammen.
Ziemlich perplex ist er, als dann der Mann auch in seiner Wohnung auftaucht und sich als Alessandros Onkel Cruiz vorstellt.
Vieles in dem Fall scheint nicht zusammenzupassen, findet Shane.
Das Buch wird zum größten Teil aus der Sicht von Shane erzählt – und so ist der Text ähnlich schnodderig wie Shanes Art. Das zeigt schon der Beginn des Romans:

Samstagabend.
Ein Abend, um sich wieder einmal ins Gewühl zu stürzen. Ein ziemlich mieser, langwieriger Fall war abgeschlossen, die Bösen überführt, die Guten konnten beruhigt schlafen gehen. Und ich war um zwei Riesen reicher, plus Spesen! Grund genug, mir etwas Spaß im Lost Paradise zu gönnen. War seit Ewigkeiten nicht mehr dort gewesen.
Es war nicht zu glauben, es hatte sich nichts verändert. Überhaupt nichts. Der Türsteher war noch der gleiche wie bei meinem letzten Besuch. Es war Sergej, bulliger Schrank in schwarzem Leder, er winkte mich durch, kaum dass er mich sah.
Ich kannte ihn.

Ich fand den Schreibstil zwar etwas zu gewollt cool und teilweise unfreiwillig komisch. Auch die Ereignisse in dem Buch boten für mich auch keine sonderliche Überraschung. Liegt vielleicht auch daran, das ich schon einige paranormale Liebesromane gelesen habe und so war die Identität von Vulto und Cruiz nichts besonderes für mich. Stattdessen habe ich mich gefragt, wie ein Privatdetektiv nur eine so lange Leitung haben kann.
Außerdem ist alles sehr einfach. Ein Zeuge, der mit Shane nicht reden will? Gut, das Cruiz ungarisch kann. Ein Vater, der ausrastest? Praktisch, das Vulto sich so was schon gedacht hat und gleich eingreifen kann. Von daher fand ich es recht gemütlich zum lesen, aber nicht wirklich spannend.

Fazit: Supercoole und knallharte Kerle mit paranormalen Touch – unterhaltsam, aber vieles verlief zu einfach.

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