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[Rezension] Cassandra Norton: Gefährlicher Liebhaber – Jagd auf Jack the Ripper

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  • Originaltitel, 2010
  • Leseprobe
  • Bewertung: 1 von 5 Sternen

Richard St.John ist ein britischer Adliger, der aus Interesse für die Polizeiarbeit als Inspector tätig ist. Zusammen mit seinem Vorgesetzten jagt er Jack the Ripper. Dabei kommt er Kieran O’Malley näher, der Anführer einer ganzen Organisation von Verbrechern ist.
Doch mit den Gefühlen, die Richard für Kieran entwickelt, kann er nicht umgehen.

Das Buch klang ganz ok und auch die Leseprobe versprach nette Unterhaltung. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr habe ich mich dann aber das Buch geärgert.
Das ein Adliger bei der Polizei arbeitet, ist schon recht weit hergeholt. Am Anfang dachte ich noch, das Richard verarmt sei und deshalb arbeiten muss, aber er macht das nur aus Spaß an der Arbeit. Sein Vater ist davon natürlich nicht begeistert, doch außer darüber schimpfen passiert nichts.

Die „Beziehung“ zwischen Kieran und Richard ist seltsam. Die beiden treffen immer wieder aufeinander, Richard ist danach aber immer entsetzt über sich selbst. Die Sexszenen sind kein bisschen erotisch, sondern einfach nur langweilig. Auch an erotischer Anziehungskraft habe ich nichts bemerken können.

Dann ist da die Krimiteil. Jack the Ripper wird gerne in diversen Romanen „verarbeitet“, die Idee ist also nicht neu. Spontan fällt mir da Downtime ein.
Aber hier ist das alles so chaotisch. Da identifiziert Richard die Identität des Rippers an einem Parfüm, das zufälligerweise seine Mutter kennt, denn das Parfüm wird gaaanz exklusiv zusammen gemischt. Wirklich sehr praktisch, das die Mutter genau da mal kurz eine wichtige Rolle spielen darf.
Beim großen Showdown am Ende überkam mich dann eher das Gefühl, das Richard wirklich nicht für die Polizeiarbeit geeignet ist. Denn er läuft mit offenen Augen in eine Falle und wird dann ziemlich fies gefoltert – ehrlich, auf die genaue Beschreibung dessen hätte ich verzichten können.

Dazu kommt noch eine ziemlich seltsame Nebenhandlung. Richards Schwester arbeitet nämlich auch, als ehrenamtliche Helferin in einer Armenküche. Dabei verliebt sie sich in einen der Gewerkschaftler. Für die Haupthandlung ist das von keinerlei Bedeutung, aber es einfach völliger Quatsch, das eine junge ehrbare Frau aus der besten Gesellschaft sich alleine in den Armenviertel blicken lassen kann. Ihre Eltern scheinen damit kein Problem zu haben. Und ihre Entjungferungsnummer war einfach nur abtörnend.

Fazit: Mir fehlte die Liebe. Stattdessen gab es einen lauwarmen Jack the Ripper Aufguss und Folterungen. Leider war das ganze auch nicht spannend, sondern einfach nur langweilig.

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