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[Rezension] Lena Seidel, Toni Kuklik: Wolfsinstinkt

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  • Originaltitel, 2012
  • Genre: Gayromance
  • Bewertung: 4 von 5 Sternen

Comiczeichner Ricky war ein aufstrebender Star in New York. Doch nachdem er den Unfalltod seines besten Freundes miterlebt hat, wurde er zum Alkoholiker.

Nach einem Entzug flüchtet er sich in den hohen Norden und landet in Alaska. Dort findet er einen verletzten Hund. Tierlieb wie er ist pflegt er den Hund gesund.
Doch dann ist der Hund weg und Ricky bekommt erstaunlichen Besuch von einem Mann, Tala, der ihm erzählt, das er der verletzte Hund gewesen sei. Ricky ist ziemlich perplex, vor allem als er erfährt, das Tala gar kein Hund, sondern ein Wolf sei, ein Gestaltwandler. Und schon fallen die beiden übereinander her. Vor dem Kamin, später im Bett und noch später draußen im Schnee.

Tala ist der Wolfwächter des Dorfes. Wovor er das Dorf beschützt erfährt man leider nicht. Überhaupt darf man an das Buch nicht mit gesunden Menschenverstand rangehen, das verdirbt einem bloß alles. Denn es gibt massenhaft merkwürdiges in dem Buch. Indianer, die wie anno dazumal leben – inklusive Zeltleben und waschen am Fluss (oder war es ein See? Egal!). Moderne Kommunikation a la Handy oder gar Autos scheinen sie auch nicht zu kennen. Stattdessen gibt es tagelange Wanderungen durch die Wildnis. Schon komisch, denn am Anfang des Buches spielt das Buch ganz eindeutig in der heutigen Zeit. Und ich bezweifle sehr stark, das die Indianer in Alaska noch wie ihre Vorväter leben. ;)
Auch Rickys Verhältnis zur Familie ist unlogisch. Am Anfang macht sich seine Schwester noch große Sorgen. Später hört man von ihr nichts mehr.
Auch das Ricky anscheinend von niemanden vermisst wird, obwohl er sich lange bei den Indianern rumtreibt, ist seltsam.
Aaaaber, abseits der ganzen Logikfehler bietet das Buch etwas anderes: Sex. In allen Variationen und zwar keine Kuschelnummer, sondern es geht eher tierisch zur Sache. Schließlich ist Tala Mensch und Wolf. Dabei gibt es auch Szenen, in denen Tala teilweise verwandelt ist – öhm, ja.
Manches fand ich dann eher unfreiwillig komisch, aber das meiste eher ziemlich heiß. Romantische Liebesszenen gibt es eher nicht, obwohl sich die beiden schon verlieben. Aber bei Wölfen geht es anscheinend eher derb zur Sache. ;)
Zwischen den ganzen Bettszenen gibt es auch noch ein bisschen Handlung. Denn da gibt es einen bösen Wolf, der es auf Tala abgesehen hat und das müssen die beiden Männer verhindern. Wobei mir auch nicht klar, warum es überhaupt jemand auf Tala abgesehen hat. Denn eigentlich ist er ein ganz lieber Wolf. Mann. Wolfmann. What ever….

Fazit: Hirn abschalten und einfach nur lesen. Und über das Standvermögen von Gestaltwandlern staunen. :)

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