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[Rezension] Josephine Myles: Screwing the System

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  • Originaltitel, 2013
  • Genre: Gayromance, BDSM
  • deutsche Übersetzung: /
  • nur als eBook erhältlich
  • Leseprobe
  • Bewertung: 4 von 5 Sternen

Cosmo Rawlins träumt wie viele von einer Karriere als Sänger. Eine Band hat er auch. Dummerweise bringt die aber überhaupt kein Geld und so schickt ihn das Arbeitsamt zu einem Bewerbunggespräch, das er nicht will. Und den Job will er schon gar nicht.

Trotzdem funkt es zwischen ihm und dem wesentlich älteren Alasdair Grant gewaltig. Als Mitarbeiter will Alasdair den vorlauten Cosmo auf gar keinen Fall, aber als Sub ist der auf dem Gebiet noch unerfahrene Cosmo eine Herausforderung.

Besonders reizvoll fand ich die Charaktere. Cosmo ist nicht nur jung, er ist auch vorlaut und respektlos. Alasdair scheint dagegen der große Boss einer eigenen Firma zu sein und als solcher muss er mit sprichtwörtlichen goldenen Löffel geboren sein. Davon geht Cosmo zumindest Cosmo zunächst aus. Allerdings erkennt Cosmo schnell, das Alasdair sich aus eigener Kraft hochgearbeitet hat. Und seine Tätowierungen, die unter dem Anzug versteckt sind, passen auch nicht zum soliden Geschäftsmann.
Gerade das Cosmo so respektlos ist, macht es für Alasdair besonders reizvoll, ihn zu unterwerfen. Wobei Cosmo sehr schnell klar macht, das er sich nur sexuell unterwirft. Ansonsten macht er, was er will.
Auch wenn es hier so die übliche Kombination ist – älterer, reicher und erfahrener Dom und jüngerer, ärmere und unerfahrener Sub – gibt es einiges, was hier anders ist. So hat Alasdair zwar ein paar Spielzeuge, aber keinen Playroom. In seinen Augen kommt es nämlich nicht auf einen bestimmten Raum an, sondern um das unterwerfen als solches. Und das kann überall stattfinden. Und auch wenn Alasdair Besitzer einer Firma ist, richtig glamourös ist er deshalb nicht. Sanitärreinigung ist einfach nicht sexy.;)

Die Beziehung der beiden abseits des Bettes ging mir persönlich ein bisschen zu schnell voran. Schon nach kurzer Zeit zieht Cosmo bei Alasdair ein und auch wenn er betont, das er unabhängig sein will – allein schon die Tatsache, das er keiner Arbeit nachgeht und stattdessen ein „Taschengeld“ von Alasdair erhält, hat in meinen Augen einfach einen unguten Beigeschmack. Zum Glück bekommt die Autorin da noch rechtzeitig die Kurve.

Fazit: Im Gegensatz zu vielen anderen Gayromances aus dem BDSM Bereich war diese einfach erfrischend anders.

Als kleinen Bonus hat die Autorin auch noch eine kostenlose Kurzgeschichte über Cosmo und Alasdair spendiert: Screw the Fags gibt es u.a. bei Smashwords.
Der Valentinstag steht kurz bevor und Cosmo und Alasdair sind seit 10 Monaten ein Paar. Da Cosmo an dem Tag auch noch Geburtstag hat, muss es etwas ganz besonderes her. Und Cosmo wünscht sich ein Auto. Diesen Wunsch gibt Alasdair schließlich unter einer Bedingung nach – Cosmo muss das Rauchen aufgeben. Und damit Cosmo ja nicht in Versuchung gerät, nimmt Alasdair ihn eine Woche lang mit ins Büro.
Es gibt mehrere heiße Szenen in der Story, sowohl im Büro als auch Abends nach Arbeitsende. Cosmo genießt die meiste Zeit seine devote Rolle, aber manchmal kommt er auch ins Grübeln und will nicht, das er deshalb als schwach gilt.
An der Story habe ich rein gar nichts auszusetzen – ich fand es einfach nur schön, mit den beiden ein Wiedersehen zu feiern!

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