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[Rezension] Joey W. Hill: Rough Canvas

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Das Buch ist zwar der sechste Teil einer Reihe, allerdings dreht es sich immer wieder um andere Paare. Soweit ich weiß, ist das Rough Canvas der einzige aus der Reihe, in dem sich alles um eine Beziehung zwischen zwei Männern dreht. Der Fokus auf Dom/Sub ist aber auch in den anderen Teilen gegeben, wobei hier zur Abwechlung mal die Frauen die Dominante Rolle spielen.

Thomas ist ein außerordentlich begabter Künstler aus North Carolina. Doch nach dem sein Vater starb und sein Bruder durch einen Unfall im Rollstuhl sitzt, kehrt er aus New York zurück zu seiner Familie und übernimmt den örtlichen Baumarkt. Thomas hat aber nicht nur seine Karriere in New York zurückgelassen, sondern auch die Beziehung zu seinem Master Marcus, die immerhin 1 1/2 Jahre dauerte.

Das Marcus nach über einem Jahr unverhofft in North Carolina auftaucht wirft Thomas völlig aus der Bahn. Doch schließlich stimmt Thomas zu – eine Woche will er mit seinem früheren Master verbringen. Obwohl es für Thomas schleierhaft ist, was jemand wie Marcus, der jeden haben könnte, von Thomas noch will.

Wie die beiden nach so langer Zeit letztendlich doch zusammen finden, will ich hier gar nicht groß beitreten. Die Reise für die beiden ist auf jeden Fall sehr schmerzhaft und damit meine nicht nur den BDSM Bereich. Thomas ist hin und her gerissen zwischen seinen Gefühlen für Marcus und der Verpflichtung für seine Mutter und seine Geschwister dazu sein. Das seine Mutter seine Homosexualität für eine Sünde hält, hilft ihm dabei wirklich nicht. Und obwohl Marcus schließlich seine Liebe beteuert, kann er ihm das einfach nicht glauben. Denn irgendwas hält Marcus zurück. Marcus dagegen wirkt fast wie ein Schönling, dem alles in den Schoß gefallen zu sein scheint. Doch Thomas bricht langsam die fast schon geleckte Schale auf.

Die einzelnen Sessions zwischen Marcus und Thomas wären auch ohne die Gefühle erotisch. Aber die Gefühle, die Verwirrung der beiden, das alles macht es erst so richtig sinnlich. Da reichte schon eine simple Beschreibung einer Kette und ich schwöre, mein Kindle wurde heiß! :)
Es ist hier nicht wie in anderen derartigen Romane, wo ich manchmal das Gefühl habe, das die erotischen Szenen nach Schema F verlaufen – so ein bisschen, wie eine ToDo Liste, in der man als Autor nacheinander alles abhakt. Zwar waren einige Szenen schon heftiger, aber trotzdem passten die perfekt zu dem Inhalt des Buches.

Fazit: Sehr erotisch, sehr viel Gefühl – einfach toll.

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