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[Rezension] A.C. Lelis: Strawberry Kiss

Henrik ist ein erfolgreicher Anwalt. Nach Problemen in Stuttgart ist er froh über eine zweite Chance in Hamburg. Beruf und Privates will er ab sofort streng trennen und deshalb kommt auch eine Beziehung nicht in Frage. Seine Kollegen wissen nicht, das er schwul ist und dabei soll es auch bleiben.strawberry kiss
Seinem großen Hobby Tanzen will er trotzdem nachgehen. Auf der Suche nach einer Tanzmöglichkeit trifft er auf Julian, der hauptberuflich als Choreograph arbeitet und nebenbei Tanzen unterrichtet. Schon nach der ersten Stunde fallen die beiden übereinander her – ein schöner One Night Stand, finden beide. Und dabei soll es bleiben. Nach weiteren Stunden müssen sie sich eingestehen, das es wohl mehr als eine ONS ist. Aber eine nette, unverbindliche Affäre ist ja auch reizvoll. Und Gefühle gibt es nicht. Behaupten zumindest beide.

Erzählt wird die Geschichte in Ich-Form, wobei beide Hauptpersonen abwechselnd die Handlung erzählen. Im Prinzip ist das ja auch ok, allerdings bin ich hier ab und zu ins Schleudern gekommen und musste mich fragen, wer erzählt denn gerade? Das kann natürlich auch daran liegen, das ich öfters mal eine Pause eingelegt habe, teilweise auch mitten im Kapitel.
Am Anfang fand ich die „Es ist nur Sex!“ Behauptung auch noch ganz witzig. Mit der Zeit wurde es aber dann doch fad. Noch schlimmer ist, das mir die Romantik fehlte. Wenn das Buch einfach nur als eine Sammlung an Sexszenen geplant gewesen wäre, dann wäre es völlig ok. Denn die gibt es. Reichlich, abwechslungsreich, schön geschrieben – nicht plump oder ordinär. Aber die Gefühle der beiden waren für mich auch nicht greifbar. Mir fehlte das Herzklopfen, die Schmetterlinge im Bauch. Show, don’t tell, hat für mich hier nicht geklappt.
Insgesamt ist das Buch ein netter Zeitvertreib – ist aber wohl eher die typische 08/15 Gayromance, die flott gelesen und schnell vergessen ist. Schade, denn an Vorsicht Nachsicht denke ich immer noch sehr gerne zurück. ;)

Originaltitel, 2014
Genre: Gayromance
Verlag: Cursed Verlag
Umfang: ca. 295 Seiten

2 Comments

  1. Xileh

    Schöne Rezi Hermia. Strawberry kenn ich nur in der Form, in der Lelis es zuerst auf ihrem Blog gepostet hat und ich meine mich zu erinnern, dass die Geschichte von Beginn an als hauptsächlich sehr sexlastig konzipiert war (Ich möchte nicht unbedingt PWP sagen, aber es kommt dem ja schon nahe). Insgesamt bin ich von der Story also auch nicht überrascht worden, es war schön geschrieben und schnell zu lesen. Ich stimme dir aber zu, dass es nicht die emotionale Tiefe erreicht, die ich von anderen Lelis-Werken gewohnt bin.

    Kennst du schon Isabel Shtar? Ihren „Froschprinz“ fand ich als Webstory großartig, eventuell könnte er auch dir gefallen. Die Geschichte soll in absehbarer Zeit bei Cursed erscheinen, obwohl es gerade Reibereien mit einem „Verlag“ gab, der sie als Plagiat verkauft hat.

    Liebe Grüße
    Xileh

    • Isabel Shtar kenne ich nicht, ich lese aber auch kaum Fan Fiction.

      Die Sache mit dem Plagiat ist aber mehr als unschön!

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