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Herbstlesen im September #1

Die liebe Winterkatze hat sich was feines ausgedacht: Herbstlesen. Einfach zwangloses lesen am Wochenende und wer will, der darf sich anschließen. Letztes Wochenende hatte ich keine Zeit, diesmal aber dafür um so mehr. Diesen Beitrag werde ich den Tag über immer wieder mal aktualisieren… ;)

Meine Zeit möchte ich hauptsächlich mit zwei Büchern verbringen. Zum einem ist das Eine Nacht, Markowitz, ein Romandebüt einer israelischen Autorin und als Hörbuch Der Kinderdieb. Das Wochenende wird also komisch, tragisch und blutig. Sehr blutig!

Eigentlich müsste ich noch ein bisschen aufräumen, aber stattdessen werde ich es mir zunächst mal mit meinem Buch gemütlich machen. Eine Nacht, Markowitz spielt kurz vor der Gründung des Staates Israel und erzählt die Geschichte des unscheinbaren Jakob Markowitz, der die wunderschöne Bella heiratet, damit sie in die von den Briten besetzte Zone einreisen darf. Allerdings verliebt sich Jakob Hals über Kopf und so verweigert er ihr nach der Einreise die geplante Scheidung.
Das ganze ist wunderbar geschrieben, teilweise poetisch und teilweise derb und die Figuren sind wirklich urkomisch!

Update 16:45 Uhr

Inzwischen habe ich drei weitere Kapitel aus Eine Nacht, Markowitz gelesen und staune immer noch über das Buch. Was mir besonders gut gefällt, das sind die kleinen, irgendwie magischen Dinge, die sich ganz unauffällig in das Geschehen einfügen. Hauser reagieren hier übrigens besonders empfindlich: bei einer ungeliebten Ehe strahlen sie eine Eiseskälte aus, bei düsteren Geheimnissen wird das Licht im Haus dunkel. Sehr schön! Außerdem staune ich über die Anzahl an Kuckuckskindern. ;)

Den Kinderdieb habe ich nun in etwa zur Hälfte gehört.  Gerade bin ich an einer Stelle, an der mal wieder Gedärme aus Körpern quellen. Je länger ich das ganze höre, umso abgestumpfter reagiere ich darauf. Ich finde diesen ganzen Gewaltorgien nicht abstoßend, sondern schlicht und einfach langweilig. Nun, das hat den Vorteil, das ich das Buch inzwischen auch zum Einschlafen hören kann. Alpträume hatte ich letzte Nacht nämlich nicht.

Meine Wohnung sieht inzwischen auch wieder vorzeigbar aus und ich jetzt drehe ich erstmal eine kleine Blogrunde.

Update 22.00 Uhr

Beim Kinderdieb habe ich nun etwas über die Hälfte geschafft, mir fehlen noch gute 8 Stunden. Joa, meine Meinung dazu habe ich bisher auch nicht geändert – ich finde die Idee interessant, aber das Resultat ist einfach nur langweilig. Bei meinem Buch fehlen mir noch 200 Seiten. Ich werde nachher im Bett noch weiterlesen, aber darüber schreibe ich dann erst morgen.  ;)

Nachdem Abendessen (Ofenkartoffel und Tzatziki) gucke ich noch ein bisschen NCIS, auch wenn die Folgen uralt sind. Egal, in dem Fall dient mir das bei meiner Blogrunde als Hintergrundbeschallung.

23 Comments

  1. Ich habe mich mal an „Der Kinderdieb“ als Buch versucht, kam aber kaum über die ersten Seiten hinaus. Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt oder aber doch Genre, Thema und/oder Erzählstil. ;) Jedenfalls viel Freude damit und bestimmt werden etwa notwendige Hausarbeiten mit Hörbuchbegleitung angenehmer!

    • Meine bisherigen Eindrücke sind mehr als zwiespältig. Die Stimme ist ganz wunderbar, von Uve Teschner würde ich gerne mehr hören. Vom Inhalt her kann mich das Hörbuch her aber nicht so begeistern. Irgendwie finde ich es recht anstrengend und muss aufpassen, damit mir der rote Faden nicht völlig abhanden kommt…

  2. Wie wunderbar, dass du heute Zeit hast und dich uns anschließt und das Wochenende gemütlich verbringen willst! Und erst etwas Lesen ist eindeutig dem Aufräumen vorzuziehen! :)

    „Der Kinderdieb“ braucht schon etwas Aufmerksamkeit und auch etwas Geduld, aber mir persönlich hat die Geschichte gut gefallen. Dein israelisches Buch klingt auch reizvolle, aber Bella tut mir schon etwas leid. Dass ihr die versprochene Scheidung verweigert wird, ist ganz schön fies. ;) Ich bin gespannt, was du heute noch so zu den beiden Geschichten zu erzählen hast.

    • Beim Kinderdieb habe ich irgednwie das Gefühl, dasd das Spritzen von Blut und Körperteilen wichtiger als die eigentliche Story ist. Und das gefällt mir nicht. :(

      Bella hat mir am Anfang auch leid getan. Inzwischen finde ich eher, das die Figuren sich einander verdienen, denn so richtig mit Ruhm bekleckert sich da niemand. Es wird übrigens ziemlich munter in der Gegend herumgevögelt. ;)

      • So ging es mir beim Lesen nicht, aber beim Hören nimmt man Geschichten ja auch ganz anders war. (Ich bin da oft sehr viel kritischer.)

        So, so, die Figuren sind also munter. :D

      • Was du über die Häuser erzählst klingt nicht nur hübsch, sondern ist doch auch oft in der Realität so. :) Schön, dass du so von dem Roman hingerissen bist!

        Gratuliere zur vorzeigbaren Wohnung! Möge es lange so bleiben. ;) (Ich bin ja dank Wochenendlesevorhaben gerade so brav und bringe das am Freitag schon irgendwie hinter mich.)

        Was den Kinderdieb angeht, so kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich mir diese Szenen anhören mag. Bei einem Buch nimmt man Gedärme und Gemetzel doch ganz anders wahr.

      • Gestern habe ich mir bis zum Abend immer wieder gesagt, los, tu was…aber mein innerer Schweinehund ist riesig. ;)

        Eigentlich schade, denn der Vorleser gefällt mir richtig gut. Naja, immerhin habe ich für das Hörbuch nicht viel gezahlt – das gab es bei Audible wegen der WM als Sonderangebot. ;)
        Und unterhaltsam ist ja auch irgendwie.

      • Ein guter Sprecher ist auf jeden Fall ein Trost. :)

        Ach, so ein Schweinehund … den bekomme ich auch eher besiegt, wenn ich ihm Karotten vor die Nase lege. ;) Das Essengehen gestern Abend war Motivation genug, um mal etwas schneller mit der Arbeit und dem Haushalt fertig zu werden. :)

    • Mir gefällt nicht nur die Sprache, sondern auch der Inahlt sehr! Liegt vielleicht auch daran, das ich bisher kaum Bücher aus Israel kenne, vielleicht aber auch daran, das ich tragisch-komische Werke generell gerne lese.

  3. Oh, „Gute Nacht, Markowitz“ klingt gut – das werde ich mir gleich mal aufschreiben!
    Ich bin gespannt, was Du weiter dazu schreibst :)
    Bei dem Kinderdieb bin ich mir nicht so sicher – denke, dass ist eher nicht so mein Genre :)

    • Mach das, es lohnt sich wirklich!

      Hm, der Kinderdieb, da gibt es ja einen Haufen positiver Rezensionen. Der Autor hat sich von der Figur des Peter Pan inspirieren lassen. Allerdings ist der Peter hier eine eher zielichtige Figur, der andere Kinder nur rettet, um sie in seinem eigenen Kampf zu verheizen.

      • Also ganz klar, der Kinderdieb ist so gar nichts für mich ;) Bin da ja eher empfindlich bei solchen Schilderungen – diese Bilder lassen mich dann nicht mehr los. Und wenn solche Schilderungen dann auch noch inflationär verwendet werden, lege ich das Buch auch eher schnell zur Seite.
        Da bleibe ich lieber bei dem originalen Peter Pan und konzentriere mich auf den Markowitz :)
        Viel Spass noch und vielleicht bis nächstes Wochenende!

      • Ich bin da eigentlich auch recht empfindlich, aber hier finde ich es übertrieben, das ich schon abgestumpft bin. So nach dem Motto, „Ah, diesmal dampfende Eingeweide. Auch nicht besser als abgetrennte Gliedmaßen.“ ;)

  4. Hm, mein Kommentar von vorhin ist wohl nicht angekommen…

    Ich mochte den „Kinderdieb“, aber nicht so sehr wie erhofft. Am Schluß stand ich dem Buch auch etwas zwiespältig gegenüber, nachdem ich vom Anfang eigentlich sehr begeistert war. Die Kampfszenen wurden leider immer wichtiger, was die Avalon-Magie ganz schön überlagert hat.

    • So, jetzt aber. ;)

      Deine Rezi habe ich mir gerade durchgelesen – warscheinlich hätte es mir als Buch besser gefallen, alleine schon die Karte von Avalon hätte ich gut gefunden.
      Mit dem ganzen Avalon Zeugs kann ich nicht so viel Anfangen – ich habe früher alles mögliche über die keltische Mythologie gelesen, das ich davon immer noch pappsatt bin…

  5. Wirst Du „Brom“ denn zu Ende hören? Ich bin ja bei Hörbüchern relativ ungeduldig – wenn ich mit dem Sprecher nicht klar komme, wird es weg gelegt und wenn mich die Story nicht packt – so letztens bei „Der Fotograf“ von John Katzenbach, dann wird es auch wieder ausgemacht (obwohl es von Simon Jäger gelesen wird).

    • Ich denke schon, das ich es zu Ende hören werde. Ich finde es nicht absolut grottenschlecht – die Sprecherleistung haut einiges wieder raus. Die Story selber (abseits von Blut und Gedärmen) finde ich sogar interessant.

      Oh, ich habe hier auch ein abgebrochenes Buch von Simon Jäger (Dracula, die Wiederkehr). Aber das will ich mir dieses Jahr nochmal vornehmen.;)

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