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[Rezension] Jasper Fforde: The Woman Who Died a Lot

Nach den Ereignissen in One of Our Thursdays Is Missing erholt Thursday sich nur langsam. Ihr Bein macht ihr noch sehr zu schaffen, außerdem arbeitet der Gedankenwurm, den sie Aornis zu verdanken hat, immer noch in ihrem Kopf. Wegen der schweren Verletzungen ist sie nicht mehr in der Lage, sich in Bücher hinein zu lesen. In dieser Situation erfährt sie, das die Spec-Ops wieder neu gegründet werden. Doch den Posten als Leiterin erhält nicht sie, sondern eine viel jüngere Agentin. Thursday wird mit dem Chefsessel der Bibliothek abgespeist.

The Woman Who Died a Lot

Ihre neue Arbeit stellt sich Thursday schrecklich langweilig vor. Doch natürlich ist in einer Parallelwelt wie der von Fforde die Arbeit in einer Bibliothek weit mehr als abstauben und ausleihen von Büchern. Diebe, Intrigen, Goliath mischt natürlich in vorderster Front mit dabei. Außerdem tauchen andauernd Doppelgänger von Thursday auf. Der Zorn Gottes wird in Kürze über die Menschheit hinein brechen und ihr Sohn Friday wird in Kürze einen Mitschüler seiner Schwester ermorden, so sagt es die Chronogarde, die es nicht mehr gibt.

Klingt verwirrend? Jupp, das ist es auch. Ich mag die Thursday Next Serie sehr und gerade das verrückte daran sagt mir sehr zu. Viele Fäden werden hier geschlossen, aber dabei wird das Buch extrem unübersichtlich. Es braucht schon viel Konzentration, um sich nicht völlig zu zerfransen.

Manches fand ich einfach genial. Der Gedanke an die Chronogarde, die es doch nicht geben darf und deren Mitglieder plötzlich alle Erinnerungen an andere Leben bekommen haben, dabei aber die ursprünglichen Gedanken auch noch präsent sind – herrlich. So weiß Thursdays Vater oft nicht mehr zu unterscheiden, zwischen dem Leben als Agent oder als Klempner. Was war denn jetzt real? Oder die Bibliothek: Mit einer bewaffneten Eingreiftruppe, die dafür sorgt, das die Bücher auch wirklich pünktlich abgegeben werden und einem Sternekoch in der Kantine.

Manches mal fand ich es aber auch zu extrem. Wenn man immer und immer wieder einer Geschichte überraschende Wendungen und Skurrilitäten verleiht, dann wird es irgendwann ermüdend. Unterm Strich ein Buch mit vielen außergewöhnlichen Elementen, die für sich auch wunderbar funktionieren, aber in der Gesamtheit nicht richtig zusammenpassen.

Originaltitel, 2012
Genre: Fantasy, Alternativwelt
Serie: Thursday Next #7
Umfang: 380 Seiten
Verlag: Hodder and Stoughton
Deutsche Übersetzung: /

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