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Herbstlesen 2016 #5

Bherbstlesen-2016eim heutigen Herbstlesen muss ich erst mal das Update für gestern Abend  nachliefern – ich war viel zu müde und bin früh ins Bett veschwunden. Leider war die Nacht nicht so toll – gegen 1.30 bin ich wegen Übelkeit wach geworden und nachdem ich eine Stunde später eingeschlafen bin, bin ich gegen 5.00 schon wieder wach gewesen – irgendwas passt nicht so richtig, obwohl ich auch nicht sagen kann, was. Hm, vielleicht liegt es doch an der Grippeimpfung, die ich vor ein paar Tagen bekommen habe. Nachdem ich schon überlegt hatte, besonders früh aufzustehen, bin ich dann doch erneut eingeschlafen und nun sitze ich im Schlafgewand und tippe so ein bisserl müde vor mich her. ;)

„Die Familie Haderlot“ habe ich gestern beendet und es war wirklich, wirklich gut. Ich bin ja versucht, morgen nach weiteren Büchern von Irène Némirovsky Ausschau zu halten, obwohl ich auch schon eines auf dem Kindle habe.

Gestern Abend wollte ich dann keinen Roman mehr lesen, also habe ich ein bisschen in meinem Sachbuch gelesen: „Ich war noch niemals auf Saturn“ von Michael Büker. Der Autor verspricht, einen auf eine spannende Reise durch das Universum mitzunehmen. Und bisher ist es voll gelungen!Das Buch beginnt auf der Erde – als erstes geht es um Entfernungen und die Größenverhältnisse. Da gibt es nette Gedankenexperimente, unterhaltsame Zeichnungen. Mir z.b. nicht bewusst, das die ISS theoretisch nicht sooo weit weg (400km von der Erde – ich habe Freunde, die sind weiter entfernt), aber natürlich eine Reise durchs All ganz anders ist. Inzwischen bin ich bei den inneren Planeten unseres Sonnensystems angekommen. Ich überlege aber, ob ich den Anfang nochmal lese und mit Textmarker durch das Buch gehe – ich fürchte, sonst vergesse ich vieles sofort wieder. Das einzige, was mich manchmal etwas stört, ist die mir etwas zu flapsige Sprache, aber das ist Geschmackssache.

In der Nacht habe ich „Seelenasche“ von Vladimir Zarev weiter gelesen und inzwischen, bei Seite 200, habe ich das Gefühl, ich bin mit dem Buch „angekommen“. Nachdem ich neulich vom zweiten Band der Weltschev Trilogie in den Bann gezogen war, habe ich mich am Anfang des dritten doch etwas schwer getan: Die Geschichte macht einen Sprung von 10 Jahren und setzt 1986 wieder ein. Bisher gibt es viel Gerede über Gorbatschow und seinen Reformen, die aber die Menschen in Bulgarien (noch) nicht betreffen. Es sind andere Familienmitglieder in den Fokus gerückt – die nächste Generation und einige alle haben sich zu meinen Leidwesen als sehr unangenehme Zeitgenossen herausgestellt. Da gibt es einen Spitzel der Stasi (keine Ahnung, ob die Bulgarien auch so hieß, zumindest ist sie so übersetzt worden), einen mediengeilen Moderator, eine krankhafte Lügnerin und eine, die sich nur noch für die Psychoanalyse interessiert. Aber ich bin nun doch wesentlich interessierter daran, was diese bescheuerten Menschen treiben, als noch vor 100 Seiten.

Update 19.00 Uhr

Ich bin den ganzen Tag immer wieder zwischen den beiden Büchern hin und her geswitcht – unterbrochen nur von einem kleinem Mittagsschläfchen. Bei meinem Saturn Buch bin ich nun bei Jupiter und damit den äußeren Planeten angekommen. Wenn mich jetzt jemand nach dem Ort in unserem Sonnensystem fragt, der die größte vulkanische Aktivität hat, dann bin ich jetzt völlig informiert: Io, einer der Jupitermonde.

Schließlich habe ich mir ein leckeres Karotten-Curry-Kokossuppe gekocht. Gleich einen großen Topf, damit mein Gefrierschrank für schlechte Zeiten gefüllt ist.

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So eine warme Suppe ist ja fein, aber ein Dessert fehlte mir noch. Das habe ich mir dann aus der Eisdiele geholt: Eierliköreis und eine Probekugel Vanille (ja, nicht experimentell – aber so gut!).

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Update 23.00 Uhr

Falls jemand die Suppe nach kochen will, hier das Rezept:

  • 500 g Karotten und 1 Zwiebel klein scheiden, in einen großen Topf anbraten.
  • 750ml Gemüsebrühe – ablöschen
  • 1El Curry und 1/2 Tl Chili dazugeben, 20 Minuten kochen, dann pürieren.
  • 400ml Kokosmilch dazugeben, umrühren, fertig!

Gelesen habe ich auch. Bei „Seelenasche“ steuere ich langsam, aber sich die Mitte des Buches an. Eine nervige Person ist tot, eine andere wurde eingeführt – bei der weiß ich allerdings noch nicht, was ich von der Figur halten soll. Die Handlung hat einen kleinen Zeitsprung gemacht und setzt kurz nach dem Fall der Berliner Mauer ein. Meine Figuren wirken im Moment teils noch recht erstarrt – manche wünschen sich das alte System zurück, manche demonstrieren. Und manche wiederum ziehen sich ins Privatleben zurück. Und es gibt schon die ersten der Älteren, die in Rente geschickt werden.

Heute lese ich wohl nicht mehr weiter – aber ich habe morgen ist auch noch ein Tag. ;)

15 Comments

  1. Nach der Nacht hoffe ich, dass du dich heute wieder besser fühlst! Immerhin hast du die Zeit etwas zum Lesen nutzen können und hast dich mit deinem Buch etwas anfreunden können. Ich hasse es ja, wenn ich so gar keinen Protagonisten leiden kann, aber manchmal schafft es ein guter Autor ja trotzdem Interesse für die Figuren zu wecken.

    „Ich war noch niemals auf Saturn“ klingt nicht schlecht – vor allem denke ich, dass das ein Weihnachtsgeschenk für meinen Vater sein könnte. Wenn ich jetzt noch eine Idee für den Geburtstag meiner Mutter hätte …

    Hab einen schönen Start in einen hoffentlich gemütlichen Tag! :)

    • Ja, nachdem ich für meine Verhältnisse lange geschlafen habe, ist das alles vorbei. Gesund schlafen ist doch richtig!
      Das Saturn Buch ist wirklich gut – irgendwo hatte ich eine Rezension gelesen, muss mal gucken, ob ich die wieder finde. Wenn man sich ein bisschen für das All interessiert, dann könnte das schon was sein. Wenn dein Vater aber schon einiges zu dem Thema gelesen hat, dann gibt es vielleicht auch nicht viel neues – kann ich aber auch nicht wirklich beurteilen, ich lese darüber zum ersten Mal. ;)

      • Schön, dass du wieder fit bist! :)

        Mein Vater interessiert sich für alles, aber für weniges intensiv. Ich kann mich nicht erinnern, dass er sich schon mal näher mit dem Universum auseinandergesetzt hat, kann mir aber vorstellen, dass er das interessant finden könnte. Eine flapsige Sprache macht ihm in der Regel auch nichts aus. Er ist aber überhaupt einfach mit Bücher zu versorgen, weil er auch im Romanbereich eher mal auf Experimente eingeht.

  2. Nein, wie blöd. Ich gestehe, ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen, daher weiß ich nicht, ob das Reaktionen darauf sein können. Vielleicht lag es aber auch an einem Lebensmittel? Nachdem ich einmal ein Milchprodukt, welches ein wenig das MHD überschritten hatte, gegessen (es schmeckte normal) und danach deutliche Probleme bekommen hatte, bin ich zumindest bei Milchprodukten sehr sehr vorsichtig geworden…

    Das Sachbuch klingt in meinen Ohren auch gerade sehr interessant!

    • Übelkeit wird da nicht beschrieben – die könnte aber auch an dem fettigen essen gestern Abend gelegen haben. ;)
      Ich lasse mich, nachdem ich vor einigen Jahren die echte Grippe hatte, sehr gerne impfen – ich war über einen Monat krank und hatte noch Monate danach Probleme mit Husten und Atemnot. Außerdem arbeite ich ja mit schwerstkranken Menschen, die will ich nicht versehentlich anstecken.

      Das Sachbuch IST interessant!

  3. Na, immerhin liest du trotz der „bescheuerten Menschen“ weiter. ;D
    Dein Sachbuch klingt spannend! An sich interessiere ich mich nur selten fürs Universum, aber wenn ein Sachbuch gut aufgemacht ist, kann es einen schon packen. „Flapsig“ ist aber oft leicht lesbar und verständlich, oder? Vermutlich bräuchte ich das, um das Thema zu verstehen… ;D

    • Mit flapsig meine ich den lockeren Umgangston – einerseits gut, weil es leicht lesbar ist, andererseits muss ich fast aufpassen, das ich da wichtige Informationen nicht überlese. Von daher hat sich mein Textmarker in dem Fall echt bewährt. Und manchmal, hm, der Autor beschreibt das Buch als Urlaubsreise durch das Universum. Und wenn er dann schreibt, auf der Postkarte nach Hause könnte man schreiben „Liebe Mama und Papa, hier auf der Venus ist es wirklich sehr heiß, aber dafür verdampft die Schwefelsäure auch, bevor sie am Boden ankommt… Liebe Grüße!“ Das ist mir dann doch ein bisschen zu viel.

      • Achso, ohje, das ist ja fast schon ein wenig lächerlich. Ich verstehe jetzt aber was du damit meinst, dass man aufpassen muss, keine Infos zu überlesen…

  4. Gut, dass es dir inzwischen wieder besser geht. So eine Nacht ist echt unschön.
    Das Sachbuch hab ich mir mal notiert. Ich bin mir nicht sicher, ob mich der flapsige Umgangston nicht auch nerven würde, aber es klingt trotzdem interessant.

    • Naja, es ist nicht andauernd so flapsig. Nur ab und zu denke ich mir „Och, DAS hätte nun nicht sein müssen!“. ;)

  5. Oh, die Suppe sieht perfekt aus *großeAugenmacht*, sie war bestimmt köstlich.
    Und Eis als Nachtisch geht immer. Auch ohne Nachtisch-Charakter. Auch einfach so draußen bei Minusgraden… :D

  6. Ich kann mich Natira nur anschließen: Die Suppe sieht sehr, sehr lecker aus! :) Und gegen ein Eis spricht nach so einer schönen wärmenden Suppe auch nichts.

    Sehr cool, dass dir dein Sachbuch so viel gebracht hat. Ich wünschte nur immer, ich könnte solches Wissen dann irgendwo in meinem Kopf konservieren – dummerweise vergesse ich sowas schnell wieder. Und bist du bei dem Roman inzwischen mit einem der Charaktere warm geworden?

    • Nee, aber ich habe ich mich über den Tod einer Figur gefreut. Beantwortet wohl jede Frage, oder?
      Ich vergesse auch auch wieder so viel! Deshalb bin ich nun dazu übergegangen, einzelne wichtige Dinge zu markieren – vielleicht wirkt das dem ein bisschen entgegen…

      • Uhhh, ja, das beantwortet jede Frage.

        Mir fällt es ja immer schwer, mich beim Markieren einzuschränken. Und wenn ich dann alles unterstreiche ist es auch nicht mehr hilfreich. ;)

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