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Graham Greene: Heirate nie in Monte Carlo

Bertrand schickt sich an, zum zweiten mal in seinem Leben in den Stand der Ehe einzutreten – im Gegensatz zu seiner Verlobten Cary, die aber auch 15 Jahre jünger ist. Geplant ist eine kleine Feier in einer kleinen Küstenstadt in England. Durch Zufall erfährt davon der „GAM“, der „große alte Mann“, einer der Chefs von Bertrands. Eine beschauliche Hochzeit, unmöglich, findet der und ehe es sich die beiden Turteltauben versehen, landen sie in Monte Carlo. Doch der GAM taucht nicht auf und sehr schnell wissen die beiden die beiden nicht, wie sie die Rechnung bezahlen sollen…

Das Buch erschien im Original bereits 1955 und zu der Zeit war Monaco bereits Tummelplatz für Abenteurer – das Casino Monte Carlo war weltbekannt und auch Betrand versucht, das fehlende Geld mit einem sicheren System zu gewinnen.

Gelesen habe ich das Buch nur deshalb, weil mir für mein „Europa erlesen“ Projekt noch ein Titel fehlte, der in Monaco spielte. Mit knapp 110 Seiten ist es auch fast mehr Erzählung als Roman, nett geschrieben, ja – aber auch ziemlich belanglos aus meiner Sicht. Glück im Spiel, Pech in der Liebe. Oder Glück in der Liebe, Pech im Spiel – beides geht nicht. Arm wie die Kirchenmäuse sind sie, aber glücklich. Bis Betrand tatsächlich ein System entwickelt und traumhafte Gewinne erzielt, dafür aber kurz nach der Hochzeit mit einer schlimmen Ehekrise konfrontiert wird. Das Verwirrspiel wird wirklich sehr reizvoll geschildert, ich hatte schon das Gefühl, das Greene richtig Spaß beim Schreiben hatte. Doch trotzdem, wenn das Buch nicht so dünn gewesen wäre, ich bezweifle, das ich es beendet hätte.

OT: Loser Takes All

3 Comments

  1. Graham Greene gehört zu den Autoren, die ich gern mal wieder lesen würde, weil ich sie als Teenager angetestet hatte und nun keine Ahnung mehr habe, was ich von ihnen halten soll. Wenn ich mich recht erinnere, dann hat er sehr schwankende Qualität bei seinen Büchern gehabt – vielleicht ist dieser Titel einer seiner schlechteren.

    • Ich habe bisher nur ein weiteres Buch von Greene gelesen, das war auch nicht so richtig mein Fall. Mag sein, das es an der Auswahl lag, aber unterm Strich bleibt mir im Kopf, das es nett war, mehr aber auch nicht. Da lese ich lieber andere Bücher. ;)

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