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Lesewochenende #2 – Ostermontag

Ich gucke gerade ein bisschen Fernsehen – Planet Wissen zum Thema Vulkane. Die Sendung mag ich recht gerne, wobei es sehr auf Thema und Gäste ankommt. Mein Tag begann recht früh, ich bin kurz nach 6 wach geworden und habe mir die Zeit mit einem Hörbuch vertiefen – „Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ von Sergej Lukianeko. Trix ist 14 Jahre alt, seine Eltern (sein Vater war Co-Herzog – ist von dem anderen Co-Herzog entmachtet worden) tot und jetzt sinnt er auf Rache. Aber die ist schwierig für einen Jugendlichen und als er entdeckt, das er zaubern kann, wird er Zauberlehrling. Ich kenne Buch und Hörbuch schon, aber ich mag die unglaubliche Ironie, mit der Lukianeko die ganze Ritter- und Zauberwelt auf die Schippe nimmt. Trix hat sich gerade ans Zaubern versucht und hat sich eine Dienerin gezaubert: eine wunderschöne Fee, die ihn heiß und innig liebt, daumengroß ist und süchtig nach Rauschkraut ist. ;)

Ein neues Buch habe ich ebenfalls aufgetan, sogar eines vom SuB: „Mit leichtem Gepäck“ von Maud Parrish. Das ist ein Buch aus der Edition Erdmann, die ich vor einigen Monaten entdeckt hatte. Maud war von unbändiger Abenteuerlust geprägt. Sie heiratet mit 16, verlässt ihren Mann aber kurze Zeit später – er ist ihr zu langweilig. Sie brennt nach Alaska durch, von da aus nach Südamerika, nach Paris, nach China. Der Schreibstil ist teilweise recht lakonisch, vielleicht liegt es auch daran, das sie ihre Erinnerungen erst mit 60 Jahren aufgeschrieben hat. So schreibt sie wie nebenbei, das sie in der kurzen Ehe ein Kind bekommen hat, das aber nach kurzer Zeit „nicht mehr da war“, mit einem weiteren Mann verbringt sie längere Zeit, doch nachdem er plötzlich stirbt, ist sie sofort weg. Ich bin noch nicht sonderlich weit und es ist wohl eher ein Buch, das ich in Etappen lesen werde, aber bisher gefällt es mir. ;)

Jetzt muss ich mir aber noch ein paar weitere Kleidungsschichten drüber werfen – und Tee kochen!

Update 14.35 Uhr

Ich war kurz im Regen spazieren und habe mir aus einem klitzekleinen Cafe in der Nähe eine Schokotorte mitgebracht. Und die werde ich nun genießen, mit einem Tässchen Tee.

10 Comments

  1. In „Trix Solier“ bin ich trotz mehrerer Versuche nie reingekommen und habe das Buch dann irgendwann aufgegeben. Spannend, dass dir die Geschichte so gut gefällt, dass du sie zum wiederholten Male genießt.

    „Mit leichtem Gepäck“ klingt dafür wirklich nach einem interessanten Titel. Manchmal mag ich es umso mehr, wenn jemand mit so viel Abstand von seinem Leben erzählt, weil der Ton dann sachlicher ist und die Person sich weniger von Dingen ablenken lässt, die langfristig eh nicht so relevant waren.

    Tee klingt nach einer wirklich guten Idee! (Dummerweise mag ich gerade nicht vom AllesverschlingendenSofa aufstehen, um mir welchen zu machen. ;) )

    • Ich mag einfach diese Art, mit der alles mögliche durch den Kakao gezogen wird. ;)
      Ich habe erst gute 40 Seiten gelesen und teilweise ist es schon recht oberflächlich – aber ein ganzes, sehr ereignisreiches Leben lässt sich natürlich auch nur sehr begrenzt darstellen. Wobei sie wohl auch nie eine Biografie schreiben wollte, sondern erst nach vielem drängen ihre Erinnerungen aufgeschrieben hat.

      • Ich mochte von dem Autor „Das Schlangeschwert“ und war deshalb optimistisch, dass mir Trix auch liegen würde, aber es passte wirklich nicht.

        Die Torte sieht sehr, sehr lecker aus! Lass sie dir schmecken! :)

      • „Das Schlangenschwert“ fand ich wiederum eher durchschnittlich. ;)
        Die Torte war auch lecker! Schokoladig, aber durch die Johannisbeeren auch fruchtig-frisch. Sehr schöne Mischung. ;)

  2. Ich habe von Lukianeko mal versucht, in die Wächter-Reihe reinzukommen, bin gescheitert und habe keinen weiteren Versuch mit ihm unternommen. „Mit leichtem Gepäck“ klingt erst mal interessant, obwohl ich nicht weiß, ob mir die lapidaren Schilderungen zu Kind und Kegel so „gefallen“ würden.

  3. Lukianenko ist sehr speziell, ich tue mich auch immer schwer damit, seine Bücher zu empfehlen – eben weil es so anders ist.
    Ich habe teilweise auch etwas geschluckt, aber anscheinend spielten Menschen keine große Rolle für sie – sie schreibt selber auch immer wieder, das sie neue Orte sehen will, in der Hinsicht ist sie schon fast getrieben…

    • Das klingt eher weniger reizvoll für mich. ;)

      Das Stück Torte schaut verflixt lecker aus; es erinnert mich ein wenig an die Mini-Windbeuteltorte, die es im hiesigen Lieblingscafe manchmal gibt.

  4. Mein Mann hat die Wächter-Romane und die erste große Geschichte im ersten Band habe ich auch schon gelesen (iiiirgendwann lese ich sie alle..). Ich fand die Atmosphäre wirklich gelungen. Überhaupt würde ich es begrüßen, wenn mehr Fantasy aus anderen europäischen Ländern übersetzt würde – aus Frankreich zum Beispiel kommt sehr wenig in Deutschland an.
    „Trix Solier“ hatten wir mal aus der Bibliothek. Ich kann mich aber kaum noch daran erinnern. Ich glaube, es war nett, aber der Humor manchmal nicht ganz meins.

    Die Edition Erdmann klingt interessant, wobei das Buch, das du gerade daraus liest, etwas eigen klingt ;-)

    • Humor ist auch was sehr spezielles. ^^
      Von Lukianenko habe ich einiges gelesen, manches sogar mehrmals – vor allem „Spektrum“ hat es mir angetan, obwohl ich mit SF sonst gar nichts anfangen kann. ;)

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