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[Achtung, Trash!] Ein teuflisches Angebot #2

Inzwischen konnte ich mich etwas von dem Quark erholen, den ich das letzte Woche gelesen hatte. Ja, ich war sogar neugierig, was für hanebüchene Szenen nun auf mich warteten. Es geht nach der Trauung mit den Kapiteln 3-5 weiter: Callie bewundert ihr neues Haus, dessen Kalksteine sich in der Sonne aalen. Außerdem ist sie froh, das ihre Familie weg ist und sie alleine ist (nun gut, da wäre noch der fremde Ehemann…)

Dabei fällt ihr auf, das sie immer noch nicht weiß, wie ihr Mann aussieht, denn der läuft stets mit einem Kapuzenumhang herum. Ein kurzes Gespräch darüber führt zu einer kleinen Fummelei mitten auf der Auffahrt des Hauses (und das ist auch kein bisschen erotisch, sondern todlangweilig). Naja, bevor es zur Hochzeitsnacht geht, gibt Ren seiner Frau schon einen ersten Befehl: Sie soll so auftauchen, wie bei der ersten Begegnung, im Hemdchen (war das nicht eine Husse?), barfuß und mit offenen Haaren. Ren findet seine Frau recht verrückt, aber da der Pfarrer ihm ja jedes Recht verliehen hat, will er sie ordentlich ran nehmen – obwohl er ein paar Seiten später beschließt, das er sich doch nicht aufzwingen will, sondern seine Braut verführen will. Callie ist dagegen schon sehr gespannt:

Ob aus guten oder schlechten Gründen, heute Nacht würde sie flachgelegt werden, nach allen Regeln der Kunst.

Die Hochzeitsnacht selber zieht sich dann auch über mehrere Seiten und wirkt ein bisschen wie das historische 50 Shades of Grey. Letzten Endes kommt es aber nicht zum Akt, weil Ren seine Braut vorher verlässt (sieht so die Verführung aus?) und Callie ist sauer und frustriert. Interessanterweise weiß ich nun aber, das die Perlenkette, wegen der das ganze Theater stattfindet, 225 Perlen beinhaltet. Hoffentlich sind die weiteren 224 Bettszenen nicht so dröge!

Danach verlagert sich die Handlung nach London – zu zwei unbekannten Herren, die sich in einer Spielhölle, die darüber rätseln, das „Er“ geheiratet habe. Was die beiden mit Ren zu haben, keine Ahnung – aber es ist ungeheuer spannend! Wir verlassen die Herren aber sehr schnell und landen bei Callies Familie. Dade ist immer noch sauer, das Callie einen Fremden geheiratet hat, aber das Streitgespräch ist genauso konfus wie die ganze Familie. Zumindest eine der Schwestern ist sauer, weil Callie vor ihr geheiratet hat, ihre Mutter vermutet, das Callie mit den Seelen der Toten in Verbindung stand (Häh? Welche Toten?) und deshalb halbnackt durchs Haus schlenderte. Die Familie überlegt, wie man Callie aus der Ehe befreien könnte – eine Scheidung komme nicht in Frage (zu skandalös), aber wenn man den Mann anders aus den Weg räumen könne… gegen eine Witwenschaft spricht doch gar nichts. Ihr Vater dagegen schlägt mal wieder alles:

„Und hat sie nicht ausgesehen wie der Traum eines besoffenen Matrosen?“

WTF??? Was für ein Vater sagt das denn über die eigene Tochter? So langsam wundert es mich nicht mehr, das Callie die Gelegenheit genutzt hat und einen Fremden geheiratet hat.

5 Comments

  1. Den „Traum eines besoffenen Matrosen“ stelle ich mir recht … beliebig vor. Die Geschichte ist wirklich gruselig – also weiter so! :D

      • Inzwischen sollte sich dein Entsetzen aber doch gelegt haben, oder? Bestimmt fragst du dich schon wie es weitergehen könnte … *dumdidum*

  2. Von dieser Autorin habe ich soweit ich weiß noch nie etwas gelesen, klingt aber auch so, als müsse man das nicht. Oder ist dieser Roman ein Ausrutscher?

    • Keine Ahnung, die hat zwar eine ganze Menge geschrieben, ich kenne aber nur dieses Werk hier. ;)

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