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5* Bücher des 1. Halbjahres 2018

Ich habe dieses Jahr bisher weniger gelesen als sonst. Vieles davon waren gute Bücher, einige mittelmäßig, einige unterdurchschnittlich. Es waren aber auch ein paar herausragende Bücher dabei. Keine klassischen Wohlfühlbücher, sondern Bücher, die mich mitrissen, bewegten, Geschichten, die mir Angst machten und die ich nicht wieder aus dem Kopf bekam…(außer natürlich Marlon Bundo, der mir keine Angst machte!).

„Kleine Kriege“ von Sadie Jones: Eine echte SuB Leiche hatte ich da aus dem Stapel gezogen! Ein längst vergessener Krieg, eine Geschichte über Ehre, Schuld und Verbrechen – wie geht man damit um, wenn man von einem Verbrechen weiß, aber nicht handeln darf, nicht zum Nestbeschmutzer werden darf?

„Einsame Schwestern“ von Ekaterine Togonidze: Am Anfang ist der Tod. Die siamesischen Zwillinge Lina und Diana sind tot. Ihr Vater, der bisher nichts von der Existenz seiner Töchter wusste, erfährt aus Tagebucheintragungen mehr über das Leben der Mädchen, ihre Wünsche und Träume und die harte Realität in Georgien. Harter Tobak, sehr bedrückend – aber sooo gut!

„Die Leute von Nr. 37“ von Fran Cooper: Sommer in Paris – hier ein Paris ohne Klischees, stattdessen gibt es viel Bitterkeit, Angst und Rassismus. Ein Buch, das nicht nur schwarz-weiss geschrieben ist, sondern viele graue Schattierungen hat.

„A Day in the Life of Marlon Bundo“ von Jill Twiss: Eine bezauberndes Kinderbuch, das uns so ganz nebenbei für Gerechtigkeit eintritt.

„Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis: Das Buch machte mich am Anfang etwas misstrauisch – wie es mir so oft bei gehypten Bücher ergeht. Am Ende hat mich das Buch sprachlos gemacht, so sehr hat mich die Geschichte der Kindheit von Eddy mitgenommen. Knappe, direkte Sprache, manchmal auch derb, aber immer passend. Eigentlich mag ich das Buch gar nicht in die Bücherei zurückbringen..

3 Comments

  1. Konstanze

    Lustigerweise habe ich das Gefühl, dass du mehr liest als im vergangenen Jahr – vermutlich, weil du wieder mehr darüber bloggst. ;)

    Bücher, die einen beim Lesen so beeinflussen und anhaltend hängen bleiben, sind selten. „Kleine Kriege“ hatte ich dank dir eh schon auf der Merkliste, „Einsame Schwestern“ packe ich jetzt mal dazu und hoffe, dass die Bibliothek bis zum Herbst vielleicht ein Exemplar davon im Bestand hat (oder auf einen Anschaffungsvorschlag positiv reagiert).

  2. Teilweise unternehme ich mehr mit Freunden, teilweise lese ich, breche die Bücher aber eher ab als früher – ich bin ungeduldiger geworden als früher.
    Ich drück dir die Daumen, das deine Bibliothek die Bücher anschafft!

    • Konstanze

      Es klingt, als ob du eine ausgewogene Mischung für dich gefunden hättest – schön! :)

      „Kleine Kriege“ ist vorhanden – bei den Schwestern schaue ich im Herbst dann mal, wie sie auf einen Anschaffungsantrag reagieren.

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