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#WirLesenFrauen: Update März 2019

Eigentlich sollte hier die erste Rezension zu der #WirLesenFrauen Challenge stehen. Eigentlich. Tatsächlich gelesen habe ich im März sehr, sehr wenig – gerade mal 3 Bücher, eines von einer Frau, aber ganz am Anfang des Monats und noch der Challenge, „Die Dame mordet nicht“ von Zelda Popkins. Der letzte Teil einer fünfteiligen Krimiserie aus den 1930er Jahren – eher durchschnittlich, aber ok (die beiden Bücher von Männern geschriebenen Bücher waren auch nur mittelmäßig bzw. grottig). Und dann, ja dann sollte es eigentlich mindestens zwei Bücher von Autorinnen geben. Als erstes hatte ich mir „Die Katze und der General“ von Nino Haratischwili vorgenommen. Ich habe es nach etwa 40 Seiten zur Seite gelegt – mir gefällt das Buch, aber mir fehlt momentan einfach die Konzentration dafür. Also lese ich es lieber später, wenn mehr Zeit ist und der Kopf freier ist als aktuell.

Als zweites Buch hatte ich  mir „Alte weiße Männer“ von Sophie Passmann vorgenommen. Mir wird die Dame bei Twitter immer wieder reingespült, ich finde ihre Tweets manchmal gut, manchmal mäh. Joa. In ihrem Buch geht sie der Frage nach – was ist mit dem „Alten, weißen Mann“? Ist der wirklich so schlimm oder doch nicht? Und wer ist das überhaupt, wer gehört dazu? Um diese Frage zu klären führt sie diverse Interviews mit verschiedenen Vertretern der „Alten, weißen Männer“. Darunter sind Politiker wie Robert Habeck und Peter Tauber und Medienmenschen wie Micky Beisenherz, Kai Diekmann und Sascha Lobo, aber auch ihr Vater. Vorweg, ich habe das Buch nach etwa 170 Seiten abgebrochen und ins Altpapier geworfen (ja, so genervt war ich!). Die Texte sind unglaublich banal. Nie wird weiter nach gebohrt, stattdessen wird seitenweise das Essen beschrieben, welches Frau Passmann und die diversen Herren vertilgen. Außerdem habe ich während des Lesen auch immer mehr gefragt, was das dämliche Konzept des Buches eigentlich soll. Warum gibt man den Männern noch eine Plattform, auf der sie über Frauen urteilen können? Mäh. Und gleichzeitig fand ich die Auswahl der Männer furchtbar einseitig. Wenn man schon so was macht, warum nicht noch ein paar Herren aus den Bereichen Wirtschaft, Sport, Forschung? Ich habe mich auf jeden Fall seitenweise über das Buch geärgert und dann beschlossen, das mir meine Lesezeit zu wertvoll ist.

Naja, kurz gefasst hätte ich auch einfach schreiben können, das der März lesetechnisch für mich ein Griff ins Klo war. Ich hoffe auf mehr Konzentration und bessere Bücher im April – wobei ich zumindest was das erstere angeht leider skeptisch bin.

3 Comments

  1. Konstanze

    Das klingt wirklich nach einem frustrierenden Lesemonat! Sophie Passmanns Buch scheint ja so einige gegenteilige Meinungen auszulösen – ich muss gestehen, dass es mich so gar nicht interessiert. Nachdem ich deine Aussage dazu gelesen habe, denke ich, dass mein Desinteresse daran doch ganz gut ist. ;)

    Ich drücke kräftig die Daumen, dass du im April über einige unterhaltsamere und interessantere Bücher stolperst! Vielleicht wird es ja mal wieder Zeit für einen Reread?

    • Mein derzeitiges Buch ist zum Glück gut, wenn auch nicht einfach zu lesen („Komisch, alles chemisch!“). Wurde auch wirklich Zeit, das es wieder aufwärts geht.

      Ich hätte dir „Alte weiße Männer“ auch überlassen können – fürchte aber, es befindet sich schon auf dem Weg zur Deponie. ;)

      • Konstanze

        Das freut mich zu hören! :)

        Nicht notwendig, wirklich nicht! *g* Ich glaube, dass das Buch auf der Deponie besser liegt als bei mir. ;)

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