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Stephan Orth: Couchsurfing in Russland

Das letzte Sachbuch, das ich hier rezensierte, war „Die Grenze“, das sich mit einer Reise um die Grenze Russlands beschäftigte. Da ist nur passend, das ich nun ein Buch lass, das sich mit einer Reise in Russland selbst beschäftigte.

Stephan Orth ist Couchsurfer. Die Couchsurfer sind durch das Internet miteinander vernetzt und bieten kostenlose Unterkunft an – man kann also kostenlos auf der sprichwörtlichen Couch eines Fremden übernachten. Muss man mögen, aber so kann man natürlich preiswert reisen und bekommt einen Einblick in das Land, den es bei einer Übernachtung im Hotel natürlich nicht gibt.

Es sind einzelne Anekdoten, von denen Orth berichtet. Essen im Kaukasus,  Übernachten in einer Datscha für sich allein, das andere mal in einer kleinen Wohnung auf dem Boden oder direkt neben der Toilette. Er besucht Moskau und St. Petersburg, aber auch die Krim, Tschetschenien, Kalmückien, Jakutien. Auch die Religionen sind sehr unterschiedlich – natürlich gibt es orthodoxe Christen und Atheisten, aber auch Buddhisten, Moslems. In Sibirien trifft er auch die Anhänger von Wissarion – einer von vielen Sekten in Russland, aber einer der erfolgreichsten.

Interessant ist das Buch aber nicht unbedingt wegen der Reiseroute, sondern wegen den einzelnen Begegnungen, die er mit den verschiedenen Menschen hat. Manches macht nachdenklich, manches ist lustig, manchmal auch traurig. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten – es geht nicht besonders in die Tiefe, kratzt vieles nur an. Informativer, aber auch anspruchsvoller fand ich „Die Grenze“. Wem das aber zu dick ist, oder sich einfach nur ein bisschen über Russland informieren will, der ist mit dem Buch gut bedient.

7 Comments

  1. Ich habe es schon mehrfach mit dem Autor und seinem Buch über das Couchsurfing im Iran versucht, aber ich werde mit Stephan Orth und seiner Erzählweise nicht warm. Dafür habe ich „Die Grenze“ sehr genossen und seit Dienstag „Sowjetistan“ aus der Bibliothek ausgeliehen. Das wird vermutlich wieder ein spannender Endspurt, bevor ich das Buch wieder abgeben muss. *g*

  2. Pingback: Sachbuch-Challenge 2020 – Halbzeitstand! – ALLES AUẞER LYRIK

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